Online-Marketing in Krisenzeiten

Eines steht fest: Die Coronakrise hat mehr potentielle Kunden ins Internet gelockt. Kunden, die vorher ausschließlich den stationären Handel nutzten, haben jetzt die Vorteile des Webs entdeckt. Das bedeutet auch, dass es für Unternehmen immer wichtiger wird, sich um ihre Online-Marketing-Strategie Gedanken zu machen.

Reagieren und handeln

Gerade in Zeiten der Krise ist es für Unternehmen wichtig, nicht den Anschluss zu verlieren. Internetriesen wie Google, Amazon und Facebook machen vor, wie Krisenmanagement im Web funktioniert:

  1. Reaktion
  2. Wiederaufbau
  3. Beschleunigung

So ermöglicht Facebook beispielsweise den Unternehmen, ein temporäres Update einzustellen, das über Änderungen bei Öffnungszeiten, Angeboten und Dienstleistungen informiert. Ähnliche Möglichkeiten bietet auch Google My Business.

Dank seiner umfassenden Einblicke in die Abläufe von Unternehmen, kann Google darüber hinaus das Suchverhalten der Nutzer untersuchen und entsprechend darauf reagieren.

Verfügt ein Unternehmen über solche Informationen, ist es in der Lage, Vorteile aus dem neu entstandenen Nutzungsverhalten zu ziehen. Google stellt hierfür verschiedene Tools zur Verfügung, welche die Suche nach der passenden Marketing-Strategie erleichtern, so etwa Google Trends, Shopping Insights oder Find My Audience.

Social Media

Die sozialen Netzwerke sind nicht nur der perfekte Kanal, um in Zeiten von Corona die Kommunikation nach außen zu ermöglichen, sie eignen sich zudem zur Verfolgung neuer Vertriebswege und Marketing-Aktionen. Bei den Kampagnen sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt, so waren im abgelaufenen Jahr etwa Hashtags wie #ibleibdahoam und #iorestoacasa überaus beliebt. Content für Social Media zu erstellen, ist schneller und weniger aufwändig, als zum Beispiel eine gesamte Marketing-Kampagne auf die Beine zu stellen. Außerdem ist Social Media eine ideale Lösung für den Direktvertrieb und den stationären Handel ohne Onlineshop. Mittels Storys und Posts können Produkte vorgestellt und per Direct Message oder WhatsApp angeboten werden.

Website und Anzeigen

Ein wichtiger Kommunikationskanal für Unternehmen ist außerdem die eigene Website. Zum Zwecke eines optimalen Kundenservice sollten Informationen zu Öffnungszeiten, Produktverfügbarkeit Lieferbedingungen und Hygienemaßnahmen hier stets aktualisiert werden. In keinem Fall ist es zu empfehlen, die Website offline zu stellen, auch wenn das Unternehmen zu einer vorübergehenden Schließung gezwungen sein sollte. Nur so ist es möglich, weiterhin in den Suchmaschinen sichtbar zu bleiben und seine Position im Ranking nicht zu beeinträchtigen.

Selbiges gilt für Anzeigen und andere Marketing-Aktivitäten: Es ist ratsam, bestehende Ads weiterlaufen zu lassen, damit Listings nicht verloren gehen. Allerdings sollten Anzeigen immer an die Verfügbarkeit eines Produkts gekoppelt sein, um den Kunden nicht mit ausverkauften Produkten zu verärgern.

Langfristige Online-Marketing-Strategie

Gerade jetzt wird deutlich: Nur wer online präsent ist, spielt auch offline eine Rolle. Unternehmen sollten daher nicht nur in Krisensituationen auf digitales Marketing setzen. Nur wer mit den Kunden unabhängig von Öffnungszeiten in Kontakt bleibt, gerät nicht ins Hintertreffen. Dabei gilt es, Kunden und Nutzer niemals aus den Augen zu verlieren.

von Manuel Strobl – Sales