Mehr Smartphone-Sicherheit für Kinder und Jugendliche

Spätestens dann, wenn das eigene Kind das erste Smartphone bekommt, beschäftigen sich Eltern mit dem Thema Sicherheit in den digitalen Medien. Was, wenn das Kind auf unangebrachten Seiten landet oder Apps nutzt, die nicht altersgerecht sind?

Neben den Sicherheitseinstellungen der Smartphones selbst gibt es eigens entwickelte Jugendschutz-Apps, die Eltern ermöglichen, die digitale Sicherheit ihrer Kinder zu beeinflussen. So bietet Google beispielsweise die kostenlose App „Family Link“ für Android-Geräte an. Hier lesen Sie, wie „Family Link“ funktioniert und was Eltern beachten sollten.

Mit „Google Family Link“ können Eltern von ihrem eigenen Google-Konto aus separate Accounts mit speziellen Filterfunktionen erstellen und Zeitlimits festlegen, bestimmte Apps sperren und die Nutzungsdauer überwachen.

Vollständig genutzt werden kann die „Family Link“-Funktion nur über Android-Geräte, die Einschränkung von Inhalten in einem Webbrowser oder auf einem iOS-Gerät ist nur sehr begrenzt möglich. Auch Smartphones der Marke „Huawei“ sind nur eingeschränkt mit der Google-Funktion kompatibel.

Um die Funktion nutzen zu können, muss eine Google-Familiengruppe erstellt werden. Dazu benötigen Eltern und Kinder jeweils einen eigenen Google-Account. Wenn die Konten erst einmal eingerichtet worden sind, kann die Familiengruppe erstellt und das Kind hinzugefügt werden.

Nutzungseinschränkungen

Mit „Family Link“ kann die Nutzung von bestimmten Apps, Spielen, Filmen, Serien, Büchern und Musik gezielt eingeschränkt werden.

Verwaltung von Apps

Die Nutzung von ausgewählten Apps kann vonseiten der Eltern zugelassen oder blockiert werden. Beginnt Ihr Kind den Download einer App aus dem „Google Play Store“, werden Sie über „Family Link“ benachrichtigt. Auch In-App-Käufe können beschränkt werden.

Webseiten filtern

Eltern haben die Möglichkeit, Filter für bestimmte Internetseiten in „Google Chrome“ und in der Google-Suche einzurichten. Google-Filter für explizite Inhalte können aktiviert werden und eine eigene Liste von erlaubten und geblockten Webseiten kann manuell erstellt werden.

Gerätenutzungsdauer im Auge behalten

Sie als Eltern können entscheiden, wie viel Zeit Ihr Kind pro Tag vor dem Bildschirm verbringen darf. Diese Zeit kann davon abhängen, ob es auf dem Gerät ein Buch liest, sich Videos ansieht oder Spiele spielt. In den App-Aktivitätsberichten können Sie sehen, welche Apps Ihr Kind am häufigsten nutzt.

Tageslimits festlegen

Mit „Family Link“ können Sie eine tägliche Nutzungsdauer für die Android-Geräte Ihres Kindes sowie eine Schlafenszeit festlegen, zu der das Gerät gesperrt wird.

Gerät per Remotezugriff sperren

Eltern können die Geräte ihrer Kinder verwalten oder bestimmte Apps ausblenden, wenn es Zeit zum Spielen, Lernen oder Schlafen ist.

Standortverfolgung

Wenn Ihr Kind sein Smartphone dabei hat, können Sie es mit „Family Link“ orten. Ob es ethisch korrekt ist, den Standort des eigenen Kindes zu überwachen, ist eine heikle Frage, die jeder für sich selbst beantworten muss. In bestimmten Situationen kann die Funktion jedoch besorgte Elternherzen beruhigen und im Notfall einen wichtigen Hinweis auf den letzten Aufenthaltsort ihres Kindes geben.

von Max Mangifesta, Digital Marketing Manager

Max Mangifesta